Service Learning - Hochschuldidaktische Arbeitsstelle - TU Darmstadt

Service Learning

Service Learning ist ein praxisbezogenes Lehr-/Lernkonzept, basierend auf Lernen durch Erfahrungslernen. John Dewey, der Gründungsvater des Erfahrungslernens, vertrat die Ansicht, dass Nachhaltiges Lernen nur durch konkrete Erfahrung in realen Kontexten entsteht. Service Learning hat zwei Blickrichtungen: Neben den fachlichen intendierten Lernzielen, die auf der Basis von ehrenamtlicher Praxiserfahrungen vertieft und reflektiert werden, wird die Entwicklung einer Einstellung zu gesellschaftlicher Verantwortung und zur Wichtigkeit von Engagements angestrebt.

Ein QSL-Projekt hat die Machbarkeit der Seminargestaltung an unterschiedlichen Fachbereichen erprobt. Service Learning kann im Prinzip in allen Fachdisziplinen durchgeführt werden. Die Lehrmethode ändert nicht die Lehrinhalten, sondern wie der Stoff vermittelt wird. Aus diesen Erfahrungen in der Begleitung von Service Learning Veranstaltungen an der TU Darmstadt wurde ein Leitfaden entwickelt. Dieser bietet Ihnen eine erste Anleitung für die Planung und den Aufbau von Service-Learning Lehrveranstaltungen.

Bei der didaktischen Methode geht es darum, dass Studierenden die wissenschaftlichen Inhalte der universitären Lehre („Learning“) mit gemeinnützigem Engagement verknüpfen („Service“). In lokalen Praxisprojekten, die einen konkreten Bedarf decken, wenden Studierenden ihr Wissen an. Dadurch entsteht nicht nur eine vertiefte Wissensvermittlung, sondern die Kooperationspartner (beispielsweise Schulen oder Nonprofit-Organisationen) erhalten Unterstützung, die sie sich finanziell nicht leisten könnten. Durch Kontakte mit externen Partnern, Verantwortungsübernahme im Rahmen des Projektes und der anschließenden Reflexion im Seminar wird reflexives Urteilsvermögen der Studierenden systematisch geschult.

Service Learning ist eine Form von projektorientierter Lehre, die an der TU gefördert wird.

Ansprechpartnerin in der HDA:

Dr. phil. Bärbel Könekamp