Eckpunkte

Eckpunkte interdisziplinärer Studienprojekte

Auf der Grundlage der Evaluierung von 55 interdisziplinären Studienprojekten mit mehr als 17.000 Studierenden im KI2VA-Vorhaben von 2011 bis 2020 hat die TU Darmstadt Eckpunkte und Standards für interdisziplinäre und internationale Studienprojekte im Bachelorstudium entwickelt. Die Förderung soll dazu beitragen, dass diese Qualitätsstandards weiter aufrechterhalten werden.

Die Eckpunkte umfassen vor allem

  • den integrierten Aufbau von Fachkompetenzen und Schlüsselkompetenzen
  • eine kontinuierliche, differenzierte und aktivierende Betreuung der Studierenden,
  • eine enge Kooperation der Fächer und Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle.

Integrierter Aufbau von Fachkompetenzen und Schlüsselkompetenzen

In den interdisziplinären Studienprojekten bearbeiten Studierende der Ingenieur-, Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften in Projektteams von etwa 10 Personen eine herausfordernde, lösungsoffene und gesellschaftlich relevante Aufgabenstellung, die sie nur arbeitsteilig mit unterschiedlichen Fachkompetenzen und konstruktiver Teamarbeit lösen können. Die Studierenden stärken ihre Kompetenzen für typische Themen und Arbeitsweisen des eigenen Fachs und erhalten Einblick in andere Disziplinen. Gleichzeitig lernen sie elementare Projektstrukturen kennen und bauen integriert in fachliches Handeln Methoden-, Digital-, Sozial- und Selbstkompetenz auf. In internationalen Studienprojekten trainieren sie darüber hinaus in besonderem Maß interkulturelle Kompetenzen.

Kontinuierliche, differenzierte und aktivierende Betreuung der Studierenden

Die Studierenden werden kontinuierlich und aktivierend bei der fachlichen Problemlösung, Projektorganisation sowie der Zusammenarbeit im Team und in der digitalen Arbeitsumgebung unterstützt.

Die Betreuung erfolgt durch qualifizierte studentische Tutor_innen und wissenschaftliche Mitarbeiter_innen. Die studentischen Tutor_innen für die fachliche, organisatorische und technische Betreuung kommen aus den Fächern, die Tutor_innen für die Teamarbeit können Teamtrainer_innen aus der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle oder ebenfalls Tutor_innen aus den Fächern sein.

Darüber hinaus beraten Experten und Professor_innen die Studierenden in Sprechstunden und Experteninterviews zu ihre Lösungsentwürfen.

Auf Moodle finden die Studierenden wissenschaftliche Literatur oder begleitende Selbstlerneinheiten. In digitalen Projektformaten arbeiten sie mit professioneller Kollaborationssoftware.

Kooperation der Fächer und Hochschuldidaktik

Die beteiligten Fächer bereiten das Studienprojekt gemeinsam in einem Arbeitskreis vor. Sie konzipieren die interdisziplinäre Aufgabenstellung so, dass sie Beiträge aller beteiligten Disziplinen und die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg erfordert, und stellen die angemessene Betreuung der Studierenden sicher. Dabei hat es sich bewährt, dass ein Fach die Rolle des Federführers übernimmt und die Vorbereitung und Organisation des Studienprojekts koordiniert. Die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle berät im Arbeitskreis zu didaktischen und konzeptionellen Fragen, bereitet die Tutor_innen durch Kurztrainings auf das jeweilige Projekt vor und unterstützt während der Umsetzung mit qualifizierten Teamtrainer_innen und Supervision für alle Betreuer_innen.