Midterm Assessment Prozess (MAP)

Midterm Assessment Prozess (MAP)

1. Was ist ein Midterm Assessment?

Ein Midterm Assessment Prozess (MAP) wurde am Center for Teaching an der University of Massachusetts Amherst von Dr. Polk entwickelt.

Ein MAP kann immer dann zum Einsatz kommen, wenn Lehrende ein studentisches Feedback während der Lehrveranstaltung wünschen, um diese studentischen Erfahrungen für die eigene Lehrstrategie zu nutzen. Sie erhalten mit Hilfe des MAP also eine Rückmeldung, wie ihre Lehrveranstaltung aktuell „läuft“.

Midterm Assessments werden entsprechend genutzt, um handlungsspezifische Bedarfe für Veränderung einer konkreten Lehrsituation abzuleiten. Die Lehrsituation wird in den folgenden Sitzungen –falls nötig- von den Lehrenden angepasst.

Ein Midterm Assessment ist keine hochschuldidaktische Beratung, kann aber Anlass für eine solche werden. In erster Linie zielt diese Form der Evaluation darauf, Selbstreflexion zu unterstützen und zur gegenseitigen Verständigung von Studierenden und dem Lehrenden beizutragen.

2. Gestaltung des Midterm Assessment Prozess

MAP verfolgt kein summatives, sondern ein formatives Feedback, der Blick richtet sich nach vorne auf Anpassungsmöglichkeiten in den folgenden Lehrveranstaltungsstunden. Idealerweise wird ein Midterm Assessment Prozess möglichst zu einem frühen Zeitpunkt (ab der 4. Veranstaltungswoche) durchgeführt, wenn die Lehrveranstaltung noch läuft.

Im Lehr-Lernprozess sind Studierende Experten ihres Lernens und Lehrende Experten für die fachliche Lehre. Durch die Lehrprozessgestaltung geben Lehrende wichtige Vorgaben für die Lernprozessgestaltung. Ein Midterm Assessment Prozess bietet ein Feedback, wie und was die Studierenden lernen und bewertet so die Effektivität der eigenen Lehrstrategie.

An der TU Darmstadt wurden Midterm Assessments in Veranstaltungen des FB 15 und 16 und im Lehrveranstaltungen des Lehrformats „Service Learning“ durchgeführt.