Der TU-weite Fragebogen

Die Fragebögen

Das multifaktorielle Modell der Lehrveranstaltungsqualität

Die Grundlage für die an der TU Darmstadt verwendeten Fragebögen stellt das multifaktorielle Modell der Lehrveranstaltungsqualität von Heiner Rindermann dar. Es basiert auf theoretischen Annahmen zur Qualität der Lehre, die in einer empirischen Studie unter Einbezug von Stichproben mehrerer Universitäten und Studiengängen überprüft wurden.

Das Modell besteht aus den drei Hauptkomponenten „DozentIn“, „Studierende“ und „Rahmenbedingungen“, die sich wechselseitig beeinflussen und bedingen, und die mit der Ergebniskomponente „Lehrerfolg“ in Beziehung stehen. Allen vier Komponenten des Modells sind verschiedene Fragen/Items zugeordnet.

Der Fragebogen (Kern- und Optionalteil)

Im Laufe der Weiterentwicklung der Lehrveranstaltungsevaluation an der TU Darmstadt hat sich gezeigt, dass viele der eingesetzten Fragebögen inhaltlich sehr große Übereinstimmungen aufwiesen. Die ermittelten Schnittmengen wurden daraufhin in einen fachbereichsübergreifenden Kernteil für Veranstaltungsformate (Vorlesung, Übung, Seminar) zusammengeführt.

Ziel war nicht nur eine Reduktion der Anzahl der eingesetzten Fragebögen, sondern auch die Gewährleistung einer Vergleichbarkeit der Evaluationsergebnisse auf Fachbereichs- und Institutsebene. Insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung eines konsistenten Berichtswesens stellt der Kernteil der Fragebögen eine notwendige Bedingung dar.

Den Besonderheiten der Fachbereiche wird dennoch Rechnung getragen: Es ist möglich, zusätzliche Fragen zu den bestehenden Themenblöcken hinzuzufügen und einen Optionalteil des Fragebogens nach eigenen Ansprüchen zu gestalten.

Der teilstandardisierte Fragebogen

Ein in der Evaluationsrichtlinie der TU Darmstadt festgesetztes Ziel war die Entwicklung eines teilstandardisierten Fragebogens, welcher aus zwei Teilen besteht:

1. einem TU-weiten obligatorischen Teil, der die allgemeinen Angaben der Studierenden sowie die „Präsidiumsfragen“ zur zusammenfassenden Einschätzung der Veranstaltungen beinhaltet. Die Auswertung dieser Fragen wird für die Fachbereichs-/Institutsberichte und den jährlichen Präsidiumsbericht aufbereitet.

2. einem individuellen Teil, in dem die Fachbereiche bzw. Institute eigene fach- und veranstaltungsspezifische Fragen formulieren können. In der Regel wählen sie aus Bausteinen.

Die Angaben im TU-weiten obligartorischen Teil beinhalten allgemeine Angaben der Studierenden:

  • Studienfach/Fächerkombination
  • angestrebter Studienabschluss
  • Fachsemester
  • Geschlecht
  • Ort des Erwerbs der Studienberechtigung (Deutschland bzw. ein anderes Land)

Die hochschulweiten Fragen (Präsidiumsfragen) lauten:

  • Die Veranstaltung ist inhaltlich gut strukturiert (roter Faden).
  • Die Lernziele der Veranstaltung sind mir klar geworden.
  • Die/der Lehrende regt uns gezielt zur eigenen Mitarbeit/zum Mitdenken an.
  • Ich gebe der Lehrveranstaltung insgesamt folgende Note.