Aufgabe der Universitäten ist und bleibt, Studierende zu bilden und nicht nur auszubilden. Dies wird erschwert durch die zunehmende, einseitige Ausrichtung des Bildungswesens, und damit auch der Hochschulen, an marktwirtschaftlichen Interessen.
Wir bemühen uns daher ganz bewusst darum, den üblichen Rahmen dessen, was unter „Qualifizierung“ verstanden wird, zu überschreiten: In all unseren Arbeitsbereichen wollen wir Ausbildung zu Bildung machen. Studierende werden mit einer Ausbildung und Begleitung konfrontiert, bei der sie ermutigt werden, sich über widerständiges, überprüfendes Lernen mit unseren Konzepten auseinanderzusetzen: Über Austausch, Reflexion, Übung und erneute Auseinandersetzung. Auf diese Weise sollen sie darin bestärkt werden, Wissenschaft, Modelle, Konzepte und Theorien nicht willenlos zu konsumieren, sondern sie auf ihre Relevanz, für sich selbst, den Kontext der Gruppe und im weiteren Sinne für die Universität und Gesellschaft zu überprüfen.
Unser Ziel ist die Begleitung bei der Entwicklung zu selbstverantwortlichen Persönlichkeiten, zu deren Selbstverständnis es gehört, sich mit dem Erforschen von Ursachen, Zusammenhängen, Auswirkungen und Einflussmöglichkeiten auseinander zu setzen. Ansporn hierfür ist die Ausrichtung und Freude am Lernen und der gemeinsamen und individuellen Weiterentwicklung.
Wir achten darauf, unsere Arbeit nicht zu einer Dressur in „Methoden“ verkommen zu lassen. Wir legen Wert darauf so zu arbeiten, dass die Teilnehmer unserer Lehrveranstaltungen und Beratungen primär verstehen lernen, Erkenntnisse erwerben. Sie sollen nicht konsumieren und oberflächlich nachahmen, sondern kritisch lernen. In der Praxis gehen wir dazu von folgenden Grundüberlegungen und Prinzipien aus:
In den Publikationen der Arbeitsgruppe werden diese Grundüberlegungen und Prinzipien anhand von praktischen Lehr- und Lernbeispielen verdeutlicht und begründet.